Herzlich willkommen in Geroldshausen und Moos!
Die Gemeinde Geroldshausen mit ihrem Ortsteil Moos liegt im Fränkischen Süden unmittelbar vor den Toren Würzburgs. Zwei Dörfer mit unterschiedlichen Geschichten, eigenem Charakter und einer lebendigen Dorfgemeinschaft bilden eine gemeinsame Gemeinde.
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Aus dem Gemeinderat
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
im September und Oktober fanden zwei wichtige Sitzungen des Gemeinderates statt. Am 15. September 2026 beschäftigten sich die Gemeinderäte von Geroldshausen und Reichenberg in einer gemeinsamen Sondersitzung mit dem geplanten Windpark. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 13. Oktober 2026 standen weitere wichtige Projekte und Entscheidungen für unsere Gemeinde auf der Tagesordnung.
Sondersitzung zum Windpark am 15. September 2026
Am 15. September 2026 fand eine gemeinsame Sondersitzung der Gemeinderäte Geroldshausen und Reichenberg zum geplanten Windpark Geroldshausen/Uengershausen statt.
Im Mittelpunkt standen der bisherige Projektverlauf, der aktuelle Planungsstand, das laufende Genehmigungsverfahren sowie die Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung der Gemeinden und der Bürgerinnen und Bürger. Vertreter der Qualitas Energy Service GmbH stellten die aktuellen Planungen vor und beantworteten Fragen aus beiden Gemeinderäten.
Windpark Geroldshausen – bisheriger Projektverlauf
Zu Beginn wurde die Entwicklung des Projekts seit Anfang 2023 nochmals zusammenhängend dargestellt. Dies war insbesondere wichtig, weil dem Gemeinderat seit der Kommunalwahl auch neue Mitglieder angehören.
Erläutert wurden unter anderem die ursprünglichen Planungen, die abgeschlossenen Nutzungsverträge, der spätere Übergang des Projekts auf Qualitas Energy sowie die Auswirkungen regionalplanerischer und militärischer Vorgaben auf Zahl und Lage der geplanten Windenergieanlagen.
Das Gebiet ist inzwischen im Regionalplan als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen. Damit ist dort die Windenergienutzung regionalplanerisch ausdrücklich vorgesehen.
Aktueller Planungsstand
Im gemeinsamen Projektgebiet sind nach derzeitigem Stand insgesamt neun Windenergieanlagen vorgesehen. Sieben davon – sechs auf Geroldshäuser und eine auf Uengershäuser Gemarkung – gehören zum derzeit laufenden Genehmigungsverfahren.
Zwei weitere Anlagen in Uengershausen sollen bestehende Windräder ersetzen; dies wird als Repowering bezeichnet. Für die Vorhaben wurden die erforderlichen Genehmigungsanträge beim Landratsamt Würzburg eingereicht. Zum Zeitpunkt der Sitzung rechnete Qualitas Energy mit einer Entscheidung im vierten Quartal 2026.
Die neuen Anlagen sollen eine Nabenhöhe von 179 Metern haben – das ist die Höhe vom Boden bis zur Mitte des Rotors. Sie werden damit deutlich höher als die bestehenden Windenergieanlagen.
Für die beiden Anlagen, die bestehende Windräder ersetzen sollen, werden neue Fundamente errichtet; die bisherigen Fundamente sollen beim Rückbau entfernt werden. Bei den artenschutzrechtlichen Untersuchungen wurden unter anderem Feldhamster festgestellt. Deshalb sind entsprechende Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.
Schall, Schattenwurf und Nachtkennzeichnung
In der ausführlichen Aussprache ging es insbesondere um mögliche Auswirkungen der Anlagen auf die Bevölkerung. Qualitas Energy erläuterte, dass für Lärm und Schattenwurf verbindliche Grenzwerte gelten.
Werden zulässige Werte überschritten, müssen die betroffenen Anlagen gegebenenfalls gedrosselt oder zeitweise abgeschaltet werden.
Für die neuen Windenergieanlagen ist außerdem eine bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung vorgesehen. Dies bedeutet, dass die roten Warnlichter grundsätzlich nur dann eingeschaltet werden, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug im relevanten Bereich befindet. Ein dauerhaftes nächtliches Blinken soll damit vermieden werden.
Stellungnahme der Gemeinde zum Genehmigungsverfahren
Für die sechs auf Geroldshäuser Gemarkung geplanten Windenergieanlagen musste auch die Gemeinde beteiligt werden. Der Gemeinderat stimmte der Stellungnahme der Gemeinde mit Ergänzungen zu und erteilte mit 11:1 Stimmen das gesetzlich vorgesehene gemeindliche Einvernehmen.
Über die eigentliche Genehmigung der Windenergieanlagen entscheidet jedoch das Landratsamt Würzburg.
Unabhängig vom Genehmigungsverfahren sind gesonderte privatrechtliche Verträge erforderlich, soweit für Bau und Betrieb des Windparks gemeindliche Grundstücke oder Wege genutzt werden sollen. Mit der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens wurden also keine Nutzungsrechte an gemeindlichen Flächen oder Wegen eingeräumt.
Auf Anregung aus dem Gemeinderat sollen im weiteren Genehmigungsverfahren insbesondere Schall und Schattenwurf sowie aktuelle Erkenntnisse zum Natur- und Artenschutz nochmals geprüft werden.
Dabei wurde unter anderem auf einen im Mai 2026 gefundenen toten Rotmilan sowie auf Vorkommen der Wiesenweihe hingewiesen. Auch mögliche Belastungen während der Bauphase wurden angesprochen.
Nach Angaben von Qualitas Energy soll die Baustellenzufahrt allerdings über Kleinrinderfeld und nicht durch Geroldshausen erfolgen.
Finanzielle Beteiligung von Gemeinde und Bürgern
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie die Gemeinde und die Bürgerinnen und Bürger finanziell vom Windpark profitieren können.
Qualitas Energy schlägt vor, 0,2 Cent je tatsächlich eingespeister Kilowattstunde an die betroffenen Gemeinden zu zahlen. Weitere 0,1 Cent je Kilowattstunde könnten beispielsweise für einen Strombonus zugunsten der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden.
Nach einer ersten überschlägigen Berechnung von Qualitas könnte sich die finanzielle Beteiligung aller betroffenen Gemeinden und des Landkreises auf insgesamt rund 200.000 Euro jährlich belaufen. Auf Geroldshausen und Reichenberg könnten jeweils ungefähr ein Drittel dieses Betrages entfallen.
Die Gemeinde Geroldshausen verfolgt dabei eine weitergehende Position: Die mögliche Gemeindebeteiligung von 0,3 Cent je Kilowattstunde soll möglichst vollständig ausgeschöpft werden.
Eine unmittelbare Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger – beispielsweise durch einen Strombonus – soll darüber hinaus zusätzlich und eigenständig vereinbart werden. Die Bürgerbeteiligung soll also aus Sicht der Gemeinde nicht auf die Einnahmen der Kommune angerechnet werden.
Bürgerwindrad
Weiterhin im Gespräch ist die Möglichkeit, eine der Windenergieanlagen später als Bürgerwindrad anzubieten. Dafür könnten sich Bürgerinnen und Bürger über eine noch zu organisierende Gesellschaft finanziell an einer Anlage beteiligen.
Eine solche Beteiligung wäre eine unternehmerische Geldanlage mit Chancen, aber auch wirtschaftlichen Risiken. Kaufpreis, notwendige Mindesteinlage, Finanzierung, mögliche Rendite und die konkrete Organisationsform stehen derzeit noch nicht fest.
Die Gemeinde sieht ein Bürgerwindrad weiterhin grundsätzlich positiv. Es soll aber ein zusätzliches Angebot sein und weder die finanzielle Beteiligung der Gemeinde noch eine unmittelbare Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ersetzen.
Eine abschließende Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung eines Bürgerwindrads wurde deshalb noch nicht getroffen.
Damit werden drei unterschiedliche Formen der Beteiligung verfolgt:
- Gemeindebeteiligung: Einnahmen für die Kommune und damit für die örtliche Gemeinschaft.
- Direkte Bürgerbeteiligung: beispielsweise durch einen Strombonus.
- Bürgerwindrad: freiwillige unternehmerische Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern mit eigenem Kapital.
Diese drei Möglichkeiten sollen aus Sicht der Gemeinde möglichst nebeneinander bestehen und sich nicht gegenseitig ersetzen. Ziel ist eine Gemeindebeteiligung von möglichst 0,3 Cent je Kilowattstunde sowie zusätzlich eine eigenständige Bürgerbeteiligung und die weitere Prüfung eines Bürgerwindmodells.
Sitzung des Gemeinderates am 13. Oktober 2026
Bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 13. Oktober 2026 standen erneut zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Neben der langfristigen Entwicklung unserer Gemeinde ging es unter anderem um neue Bauvorhaben, die Elternbeiträge in unseren Kindergärten, die Zukunft des Bahnhofs, die Umgestaltung des Dorfplatzes in Moos sowie weitere laufende Projekte.
Gemeindeentwicklung Geroldshausen und Moos 2040/2045
Wo sollen künftig neue Wohn- oder Gewerbeflächen entstehen? Wie sollen sich Geroldshausen und Moos weiterentwickeln? Welche Flächen werden langfristig für Verkehr, Hochwasserschutz, öffentliche Einrichtungen oder andere Aufgaben benötigt?
Bevor solche Fragen künftig nur anhand einzelner Bauwünsche entschieden werden, soll ein Gesamtbild für die Entwicklung der Gemeinde bis 2040/2045 erarbeitet werden.
Der Gemeinderat befürwortete deshalb mit 11:1 Stimmen grundsätzlich die Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzepts für Geroldshausen und Moos.
Zunächst sollen gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung die fachlichen Anforderungen, mögliche Förderungen, der Planungsumfang sowie die voraussichtlichen Kosten geklärt werden.
Anschließend soll der Gemeinderat gesondert entscheiden, ob und in welchem Umfang der bestehende Flächennutzungsplan – also der langfristige Plan für die künftige Nutzung der Flächen im gesamten Gemeindegebiet – fortgeschrieben oder vollständig neu aufgestellt werden soll.
Unabhängig davon soll das bereits vorgesehene Gespräch mit dem Landratsamt Würzburg und dem Vorhabenträger zur laufenden 11. Änderung des Flächennutzungsplans für das „Solarwohngebiet Kornäcker“ nachgeholt werden.
In diesem Gespräch soll das weitere Vorgehen bei diesem bereits seit 2021 laufenden Verfahren erörtert werden. Eine abschließende Entscheidung darüber, wie die 11. Änderung anschließend weitergeführt wird, ist damit noch nicht getroffen.
Neue Lagerhalle im Bereich Albertshäuser Straße/Kornäcker
Für das Grundstück Flur-Nr. 624 liegt eine Bauvoranfrage für eine rund 800 Quadratmeter große Lagerhalle vor. Vorgesehen sind vermietbare kleinere Lagerflächen – sogenanntes Self Storage – sowie Abstellmöglichkeiten unter anderem für Wohnmobile, Wohnwagen, Anhänger und weitere Fahrzeuge.
Das Grundstück ist im Flächennutzungsplan bereits als Gewerbegebiet dargestellt.
Der Gemeinderat stimmte der Bauvoranfrage mit 11:1 Stimmen zu. Mit einem solchen Vorbescheid werden zunächst wesentliche Fragen zur grundsätzlichen Zulässigkeit des Vorhabens geklärt; eine endgültige Baugenehmigung ist damit noch nicht erteilt.
Für die Erschließung müssen außerdem noch Wasser- und Abwasserleitungen hergestellt werden.
Parkplätze am neuen Sportplatz
Im Genehmigungsverfahren für die geplanten Parkplätze am Sportgelände ist auch eine Anpassung des Flächennutzungsplans erforderlich.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die betreffende Fläche bei der nächsten Änderung des Flächennutzungsplans dem Bereich Sport zuzuordnen. Damit kann das Baugenehmigungsverfahren für den Parkplatz weitergeführt werden.
Alexandra Huhle neue Ehrenamtsbeauftragte
Nachdem der Gemeinderat bereits im Juli die Einführung einer kommunalen Ehrenamtsbeauftragten beschlossen hatte, wurde nun Gemeinderätin Alexandra Huhle einstimmig in diese Funktion berufen.
Sie soll insbesondere Ansprechpartnerin für Vereine, Organisationen, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger sein, die örtlichen Akteure miteinander vernetzen und den Kontakt zur Servicestelle Ehrenamt des Landkreises Würzburg unterstützen.
Der Gemeinderat dankte ihr für die Bereitschaft, diese ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen.
Elternbeiträge in den Kindergärten Zaubernest und Zauberbähnle
Ab 2027 entfällt der bisherige staatliche Beitragszuschuss von 100 Euro monatlich je Kindergartenkind in seiner bisherigen Form. Dieser Zuschuss hat bislang unmittelbar den Betrag reduziert, den die Eltern tatsächlich bezahlen mussten.
Die dafür vorgesehenen staatlichen Mittel fallen jedoch nicht ersatzlos weg, sondern sollen künftig über eine veränderte staatliche Förderung an die Träger der Kindertageseinrichtungen fließen.
Ob die Eltern deshalb tatsächlich dauerhaft 100 Euro monatlich mehr bezahlen müssen, ist derzeit noch nicht geklärt. Entscheidend ist, wie sich die Finanzierung der beiden Geroldshäuser Einrichtungen insgesamt verändert.
Eine vom Freistaat übermittelte Prognose weist für die Kindertageseinrichtungen im Gemeindegebiet für das Jahr 2027 sogar eine höhere staatliche Gesamtförderung als 2025 aus.
Das ElisabethenHeim Würzburg e. V. hat inzwischen erklärt, seine Kalkulation nochmals zu überprüfen und dabei auch die in den vergangenen Jahren erzielten Überschüsse zu berücksichtigen. Eine Reduzierung der Beiträge zur Entlastung der Eltern wird ausdrücklich geprüft.
Der Gemeinde fehlen allerdings weiterhin vollständige und nachvollziehbare Wirtschaftszahlen für 2026 und 2027.
Diese Zahlen sollen zunächst vorgelegt und ausgewertet werden. Erst danach kann beurteilt werden, welche Belastung der Eltern tatsächlich wirtschaftlich erforderlich ist und welche Möglichkeiten bestehen, sie zumindest teilweise abzumildern.
Die Frage, ob zusätzlich ein Rechtsanwalt mit der Prüfung des Mitspracherechts der Gemeinde bei den Elternbeiträgen beauftragt werden sollte, wurde zunächst zurückgestellt.
Bahnhof Geroldshausen – wichtiger Schritt nach gemeinsamem Ortstermin
Der Gemeinderat wurde ausführlich über den gemeinsamen Ortstermin der Petitionsausschüsse des Deutschen Bundestages und des Bayerischen Landtags am 1. Oktober informiert.
Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Bundestag, Bayerischem Landtag, Deutscher Bahn, Freistaat, Landkreis, Kommunen und Fachbehörden nahmen daran teil. Zum anschließenden öffentlichen Pressegespräch kamen mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger.
Ein ausführlicher Bericht über den Ortstermin ist ebenfalls in dieser Ausgabe des Mitteilungsblatts veröffentlicht.
Warum besteht hier besonderer Zeitdruck? Ab 2032 sollen auf der Bahnstrecke neue Züge mit einer Einstiegshöhe von 76 Zentimetern eingesetzt werden. Die heutigen Bahnsteige in Geroldshausen passen dazu nicht.
Ohne eine rechtzeitig finanzierte und umgesetzte Lösung wäre deshalb der weitere Bahnhalt in Geroldshausen gefährdet.
Ein wesentliches Ergebnis des Ortstermins ist, dass der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs zunächst wieder getrennt von der langfristigen Neuordnung der Bahnübergänge weiterverfolgt werden soll.
Die Deutsche Bahn stellte als mögliche Zwischenlösung neue Außenbahnsteige an den Gleisen 1 und 3 vor. Diese sollen die künftig erforderliche Höhe von 76 Zentimetern erhalten.
Sollte ein barrierefreier Zugang über den Bahnübergang Klingenstraße nicht möglich sein, kommt alternativ eine Fußgängerbrücke mit Aufzügen in Betracht.
Die technische Machbarkeit, die betrieblichen Auswirkungen und insbesondere die Finanzierung müssen nun möglichst zeitnah geklärt werden.
Gemeinsames Ziel bleibt, den Bahnhalt Geroldshausen auch über das Jahr 2032 hinaus zu erhalten und barrierefrei nutzbar zu machen.
Umsatzsteuer bei gemeindlichen Leistungen
Aufgrund neuer umsatzsteuerlicher Vorgaben muss die Gemeinde für bestimmte Leistungen klären, wie die Entgelte künftig ausgewiesen werden.
Betroffen sind nach derzeitigem Stand insbesondere die Vermietung der gemeindlichen Weihnachtsbuden und entgeltliche Anzeigen im Mitteilungsblatt.
Die Verwaltung schlägt vor, die bisherigen Entgelte grundsätzlich als Nettobeträge festzusetzen und eine gegebenenfalls anfallende Umsatzsteuer zusätzlich zu berechnen.
Damit würden die bisherigen Nettoerlöse der Gemeinde nicht durch die Umsatzsteuer verringert. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen kann die ausgewiesene Umsatzsteuer grundsätzlich als Vorsteuer geltend gemacht werden.
Vereine, Organisationen und Kirchen sollen weiterhin monatlich eine Seite im Mitteilungsblatt kostenlos nutzen können. Über die konkrete Ausgestaltung soll der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen abschließend entscheiden.
Dorfplatz Moos
Das bisherige Vergabeverfahren für die Neugestaltung des Dorfplatzes wurde aufgehoben.
Bei der Prüfung der eingegangenen Angebote stellte sich heraus, dass der vorgesehene Unterbau der Pflasterflächen für eine deutlich höhere Verkehrsbelastung ausgelegt war, als am Dorfplatz tatsächlich erforderlich ist.
Da deshalb rund 75 Prozent der vorgesehenen Belagsflächen und mehr als 30 Prozent der Baukosten von der Überarbeitung betroffen sind, müssen die Ausschreibungsunterlagen wesentlich geändert und die Arbeiten anschließend neu ausgeschrieben werden.
Die Vergabe ist nun für die Gemeinderatssitzung im Dezember vorgesehen. Der geplante Baubeginn Ende Februar 2027 soll nach derzeitigem Stand dennoch eingehalten werden können.
Pappeln am Klingenbach
Bei einem weiteren Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Baumpfleger wurde vereinbart, sechs Hybridpappeln zu fällen und vier Bäume durch fachgerechten Rückschnitt zu erhalten.
Ausschlaggebend waren insbesondere festgestellte Probleme mit der Verkehrssicherheit.
Vor den Fällarbeiten muss noch geprüft werden, welche Auswirkungen die Maßnahme auf geschützte Arten hat und welche Ersatz- beziehungsweise Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind.
Die notwendigen Fachunterlagen wurden bereits beauftragt. Die Arbeiten sollen möglichst noch im kommenden Winter durchgeführt und die Fällungen mit Ersatzpflanzungen verbunden werden.
Friedhöfe Geroldshausen und Moos
Durch den zunehmenden Anteil von Urnenbestattungen und kleinere Grabformen werden auf den Friedhöfen künftig mehr Grabflächen frei. Gleichzeitig bleiben Kosten für Pflege, Wege und sonstige Infrastruktur bestehen.
Deshalb soll geprüft werden, wie frei werdende Grabstellen künftig sinnvoll genutzt und nach Möglichkeit zu zusammenhängenden Bereichen entwickelt werden können.
Denkbar sind beispielsweise Grün- und Pflanzflächen, Bäume und Schattenplätze, Sitzmöglichkeiten sowie neue Urnen- oder Gemeinschaftsanlagen.
Gemeinsam mit dem Friedhofsamt und dem Bauhof sollen die Friedhöfe in Geroldshausen und Moos betrachtet und daraus schrittweise langfristige Entwicklungsmöglichkeiten abgeleitet werden.
Dabei wird auch der Zustand der Wege auf dem Friedhof Geroldshausen einbezogen. Eine kurzfristige grundlegende Umgestaltung der Friedhöfe ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
Parksituation in der Kirchheimer Straße
Mehrere Bürgerinnen und Bürger haben auf unübersichtliche und teilweise gefährliche Verkehrssituationen durch parkende Fahrzeuge zwischen der Einfahrt Schulweg und dem Bahnhof hingewiesen.
Insbesondere bei Begegnungsverkehr kann es dort zu schwierigen Situationen kommen.
Da die Kirchheimer Straße eine Staatsstraße ist, wird die Gemeinde die Situation mit dem Staatlichen Bauamt beziehungsweise dem Landratsamt abstimmen.
Dabei soll auch geprüft werden, ob geordnete Parkmöglichkeiten oder andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geschaffen werden können.
Ferienprogramm und Hüttendorf 2027
In den Sommerferien 2027 soll das sogenannte Hüttendorf des Grundschulverbands turnusmäßig in Geroldshausen beziehungsweise Moos stattfinden.
Gleichzeitig soll geprüft werden, ob sich örtliche Vereine, Kirchen, Gruppierungen und weitere Organisationen mit eigenen Angeboten beteiligen können.
Darüber hinaus soll überlegt werden, ob künftig wieder ein breiteres Ferienprogramm über möglichst die gesamten Sommerferien aufgebaut werden kann.
Erste Gespräche hierzu sollen bereits beim jährlichen Treffen mit den örtlichen Vereinen, Kirchen und Organisationen geführt werden. Hierzu finden Sie ebenfalls einen Hinweis in dieser Ausgabe des Mitteilungsblatts.
Windpark Geroldshausen – weiteres Vorgehen
Die in der Sondersitzung vom 15. September beschlossene Stellungnahme der Gemeinde wurde inzwischen an das Landratsamt Würzburg übermittelt.
Darin bittet die Gemeinde unter anderem um besondere Prüfung von Schall und Schattenwurf, Natur- und Artenschutz, Nachtkennzeichnung sowie Baustellenverkehr.
Die bisherige Projektentwicklerin Qualitas Energy hat außerdem mitgeteilt, dass ihre deutsche Projektplattform künftig unter dem Markennamen „Navaris“ auftreten wird.
Für die Gemeinde ändern sich dadurch weder bestehende Verträge noch Ansprechpartner oder laufende Projekte und Planungen.
Digitalfunk der Sirenen
Die geplante Umrüstung der gemeindlichen Sirenen auf Digitalfunk kann aufgrund einer noch ausstehenden technischen Freigabe nicht mehr bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Für die Förderung ist dies jedoch unschädlich, da die Gemeinde den Auftrag bereits fristgerecht erteilt hat.
Nach Auskunft der Regierung von Unterfranken können die Arbeiten noch bis spätestens Ende 2028 umgesetzt werden.
Neubaugebiet „Bildacker“
Bei einer Bestandsaufnahme wurden an mehreren Stellen Setzungen und Risse festgestellt. Die Gemeinde hatte diese Mängel bereits im August angezeigt und deren Beseitigung verlangt.
Da die Arbeiten bislang noch nicht erledigt wurden, hat die Gemeinde nochmals auf eine möglichst zeitnahe Behebung vor Eintritt der Wintertemperaturen gedrängt.
Parkplatz am Friedhof Geroldshausen
Für den geplanten neuen Parkplatz an der Kirchheimer Straße wird derzeit die Ausschreibung der Außenanlagen vorbereitet.
Die Angebotseröffnung ist für Ende November vorgesehen. Nach Prüfung und Auswertung der Angebote soll der Gemeinderat voraussichtlich in seiner Sitzung im Januar 2027 über die Auftragsvergabe entscheiden.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
damit endet der Bericht über die vergangenen Sitzungen des Gemeinderates. Weitere Informationen sowie die vollständigen Niederschriften können Sie nach der jeweiligen Genehmigung durch den Gemeinderat unter Gemeinderat → Protokolle oder im Rathaus einsehen.
Für Fragen, Anregungen oder weitere Informationen stehen Ihnen die Mitglieder des Gemeinderates und ich gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie unter Gemeinderat .
Geroldshausen und Moos – zwei Dörfer, eine Gemeinde
Unsere Gemeinde im Fränkischen Süden, vor den Toren Würzburgs, verbindet zwei Dörfer, die ihren jeweils eigenen Charakter und eine bemerkenswerte Geschichte bewahrt haben.
Geroldshausen
Geroldshausen ist seit der Reformationszeit evangelisch geprägt. Eine Besonderheit birgt die Kirche von 1590: Bei Renovierungsarbeiten wurde eine Rokoko-Ausmalung von 1732 mit einem Fresko des auferstandenen Christus wiederentdeckt. Die drei Rosen im Gemeindewappen erinnern an die jahrhundertelange Verbindung mit den Freiherren von Wolffskeel.
Der eigene Bahnhalt verbindet Geroldshausen direkt mit Würzburg und dem Taubertal und macht den Ort zu einem attraktiven Wohnstandort zwischen Stadt und Land.
Moos
Moos blickt auf eine fast 700-jährige Verbindung mit dem Kloster Oberzell zurück. Davon zeugen bis heute die romanischen Ursprünge der Kirche St. Nikolaus und der ehemalige Klosterhof, der nach Plänen Balthasar Neumanns errichtet wurde.
Eine weitere Besonderheit ist der historische Altort ohne Durchgangsstraße. Seine Gärten, alten Bäume und das große bürgerschaftliche Engagement wurden beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ besonders gewürdigt.
Was Geroldshausen und Moos verbindet, sind eine hohe Lebensqualität, eine lebendige Dorfgemeinschaft und Menschen, die sich für ihre Heimat engagieren. Zugleich profitieren wir von unserer besonderen Lage: ländlich und naturnah, unmittelbar vor Würzburg und durch die Bahn hervorragend angebunden.
Zwei Dörfer, zwei unterschiedliche Geschichten – eine gemeinsame Gemeinde. Genau diese Vielfalt macht Geroldshausen und Moos besonders.
Leben in Geroldshausen und Moos
Informationen und Ansprechpartner für unterschiedliche Lebensphasen und Bedürfnisse.
Wohnen und Bauen in Geroldshausen und Moos
Geroldshausen und Moos bieten gute Voraussetzungen für alle, die ländlich wohnen und zugleich die Nähe zu Würzburg nutzen möchten . Familien profitieren von Kindergärten vor Ort, der gemeinsamen Grundschule in Kirchheim und einer guten Bahnanbindung. Einkaufsmöglichkeiten, ein vielfältiges Vereinsleben sowie Natur und Freizeitangebote ergänzen das Wohnumfeld.
Eine Besonderheit für Familien ist die Lage an der Bahnstrecke zwischen Würzburg und dem baden-württembergischen Taubertal. Dadurch sind weiterführende Schulen sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg gut erreichbar.
Neubaugebiet „Bildacker“ in Moos
Mit dem Neubaugebiet „Bildacker“ bietet die Gemeinde attraktive Baugrundstücke ab 248 €/m². Das Baugebiet ermöglicht unterschiedliche Wohnformen – von kleineren Grundstücken für kompakte Wohnkonzepte bis zu Flächen für Mehrfamilienhäuser.
Gemeinderat
Informationen zu den Mitgliedern des Gemeinderates, den nächsten Sitzungen sowie zu Zusammenfassungen und Protokollen.
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